Jul 22 2009

Geschichte des Champagners

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Heute gilt Champagner als exklusives Getränk für festliche Anlässe, doch der Schaumwein kann auf eine lange und interessante Geschichte zurückblicken.

Die Anfänge
Auf ihrem Eroberungszug durch Europa machten die alten Römer auch in der französischen Champagne Halt. Dort bauten sie die ersten Weinreben an und gewannen aus den Trauben einen hellen, stillen Wein. Mit dem Rückzug der Römer ging der Weinanbau in der Region wieder auf die Bauern über. Sie schenkten den Trauben und dem Wein zwar keine besondere Beachtung, pflegten die Reben aber und verkauften den Wein nach Paris.
Unter Heinrich IV. bekam der Wein aus der Champagne seinen Namen Vin de Champagne und verbreitete sich an königlichen Höfen sowohl in Frankreich als auch in England.

Die Entstehung des heute bekannten Champagners
Im Jahr 1670 trug ein Zufall dazu bei, dass aus dem stillen Weißwein der heute hoch geschätzte Champagner wurde. Da der Wein den Transport in Fässern mit massivem Geschmacksverlust quittierte kamen findige Weinbauern auf die Idee, den Wein schon vor Ort in Flaschen abzufüllen. Aufgrund der Gärung bildete sich Kohlensäure. Ein nicht unerheblicher Teil der Flaschen explodierte bei der Lagerung oder während des Transports. Das Geschäft wurde zu einem Risiko.

Der Siegeszug des Champagners
Der Benediktinermönch Dom Pérignon und Louis Pasteur perfektionierten den Gärungsprozess und minderten das Risiko der Weinbauern. Nachdem 1728 der Transport von Weinflaschen offiziell erlaubt wurde gründeten sich die ersten Champagnerhäuser, die den Handel mit Champagner international ausweiteten. Der bis dato trübe Schaumwein wurde dank einer Erfindung von Madame Cliquot im Jahr 1806 mittels eines Degorgierverfahrens zum klaren Champagner.

Im 19. Jahrhundert entwickelte sich Champagner zum auf der ganzen Welt geschätzten Luxusgut. Während der beiden Weltkriege litt die Region unter ständigen Kampfhandlungen, was zu geringen Ernten und mäßiger Traubenqualität führte, doch die Weinreben erholten sich wieder. Die Nachfrage steigt bis heute ständig an und so ist eine Ausweitung des Anbaugebiets beschlossene Sache.

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